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Laudatio: Wenn ein langjähriger SF-Fan und Sammler in den beruflichen Ruhestand geht, beginnt manchmal eine neue Karriere. Der juristische Dezernent Dieter von Reeken erfüllte sich den Traum vom eigenen Verlag, der hauptsächlich SF-Werke aus der Anfangszeit des Genres neu auflegt. Seit 2004 erschienen im DvR-Verlag Romane von Camille Flammarion, Oskar Hoffmann, Wilhelm Bastiné, Albert Daiber, Carl Grunert und weiteren Zeitgenossen, dazu Sekundärwerke von Rainer Eisfeld und Heinz J. Galle über die Geschichte der SF in Deutschland ─ ganz allgemein, sehr persönlich, oder mit Schwerpunkt auf Heftromane. Zahlreiche Bibliographien runden das Verlagsportfolio ab, bisheriger Höhepunkt ist die Gesamtausgabe der Werke und Schriften von Kurd Laßwitz. Die Bücher spiegeln die sorgfältige und gründliche Arbeitsweise des Verlegers wieder. Nach manchmal detektivischer Recherche der Urheberrechte und Übertragung aus der Frakturschrift werden die Texte im Original belassen und mit zahlreichen Anmerkungen versehen, Vor- und Nachworte geben zusätzliche Informationen, und selbst die Titelblattgestaltung folgt meist der Erstausgabe. 2010 wurde die zwanzigbändige »Kollektion Laßwitz« vollendet und mit einer illustrierten Bibliographie ergänzt, somit liegen erstmals alle Romane, Erzählungen, Gedichte, Sachbücher und Aufsätze des Gothaer Gymnasiallehrers in einer Gesamtausgabe vor. Und Dieter von Reeken widmet sich mit Paul Alfred Müller bereits einem weiteren Klassiker. Die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden stimmt dafür, Dieter von Reeken für die Neuauflage der phantastischen Geschichten von Oskar Hoffmann sowie für sein anhaltendes Bemühen, das Gesamtwerk von Kurd Laßwitz herauszugeben, den Kurd Laßwitz Sonderpreis 2010 für langjährige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction zu verleihen. |


