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Laudatio: Uwe Post ist ein Phänomen. Mit wenigen Romanen und Kurzgeschichten ist es ihm gelungen, einen so eigenen Stil zu etablieren, dass viele Rezensenten den Satz »Ein typischer Post-Roman« benutzen. Skurrile Charaktere, absurde Situationen, ein schräger Humor und jede Menge Kreativität zeichnen seine Werke aus, und in »Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes« vermengt Uwe Post dies zu einem fulminanten Detektivroman. Der Ex-TV-Schnüffler Walpar Tonnraffir versucht, echte Fälle zu lösen und sucht nach der legendären DVD mit der dritten Staffel von »Captain Future« oder dem Verbleib von Gott, nachdem sein riesiger Zeigefinger im Orbit aufgetaucht ist. Wenn sich der Protagonist mit religiösen Fanatikern um den Dreck unter den Fingernägeln Gottes streitet, nutzt der Autor dies für zynische Seitenhiebe in alle Richtungen. Und so findet der Leser nicht nur Klamauk und Absurdität, sondern auch Satire und Kritik, philosophische Gedankenspiele und ironische Anspielungen. Der Einfallsreichtum von Uwe Post ist unglaublich, und so nimmt er seinen Leser mit auf eine rasante Tour durch sein knallbuntes Universum, lässt selbst absurde Situationen logisch erscheinen und die schrägsten Typen sympathisch. Dies gelingt ihm durch ein großes Sprachgefühl und einen enormen Wortschatz, ein Gespür für Timing und Spannungsaufbau, und eine kreative Ader für alle Arten von Humor. Man kann seinen Roman auf vielen Ebenen lesen, als vergnügliche Tour de Force, als knallbuntes Abenteuer, als böse Satire oder einfach als ein Meisterwerk der besonderen Art. Die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden stimmt dafür, Uwe Post für seinen Roman »Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes« den Kurd Laßwitz Preis für den besten deutschsprachigen Science Fiction Roman des Jahres 2010 zu verleihen. |

