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Laudatio: Schon der Titel »Androidenträume« verrät, dass es sich um eine Hommage an Philip K. Dick handelt, doch John Scalzi macht dies auf seine eigene Art, mit wahrhaft galaktischem Humor und einer aberwitzigen Geschichte, die auch kritische Töne enthält. Und bereits die erste Szene zeigt ein wundervolles Beispiel: Ein terranischer Diplomat kommuniziert mittels Darmimplantat und Fürzen mit einem außerirdischen Gesandten - und treibt ihn dabei in einen tödlichen Schlaganfall. Der Rest des Romans handelt von einem zwangsrekrutierten Spezialagenten, der nun versucht, das von den Außerirdischen geforderte Schmerzensgeld in Form von Blauen Schafen aufzutreiben. Doch die Schafe wurden eliminiert, nur noch ein Rest dieser seltenen Schaf-DNS ist im Körper einer attraktiven Rothaarigen vorhanden, die aber keine Lust hat, in einer rituellen Zeremonie geopfert zu werden. Die Kunst John Scalzis besteht darin, diese groteske Geschichte nicht in eine platte Humoreske abgleiten zu lassen, sondern mit vieldimensionalen Charakteren, zahlreichen Anspielungen auf Romane und Filme, einer spannenden Handlung und Kritik an Fanatismus und fehlendem Verantwortungsbewusstsein auszustatten, und somit seinen Roman einzigartig zu machen. Die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden stimmt dafür, John Scalzi für seinen Roman »Androidenträume« den Kurd Laßwitz Preis für das beste ausländische Science Fiction Werk mit deutscher Erstveröffentlichung 2009 zu verleihen. |


