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Laudatio: Iain Banks hat mit wenigen Romanen ein Universum geschaffen, das seinesgleichen sucht. Dies betrifft aber nicht nur sein interessantes Gesamtkonzept, die Mischung der Protagonisten oder die vielen genialen Details, es betrifft auch die Sprache. Denn sein Universum wird dominiert von der sogenannten »Kultur«, einem Machtgefüge, das seinem Namen alle Ehre zu machen versucht – und damit eine Herausforderung für einen Übersetzer ist. Denn trotz aller sprachlichen Raffinessen sind Iain Banks’ Romane auch immer der guten, spannungsgeladenen Unterhaltung verpflichtet. Irene Bonhorst hat schon mehrfach bewiesen, dass sie solchen Herausforderungen gewachsen ist. Bereits vertraut mit dem Banks’schen Universum übernahm sie die Aufgabe, den englischen Bestseller »Excession« in eine adäquate deutsche Form zu bringen, und dies ist ihr ausgezeichnet gelungen. Weder auf den Sprachwitz noch auf die Doppeldeutigkeiten muss der deutschsprachige Leser verzichten, und trotzdem hält er einen spannenden, sehr flüssigen und aktionsreichen Roman in den Händen, der aber auch eine sehr romantische Liebesgeschichte und gigantische Raumschlachten enthält. Und Irene Bonhorst sorgt mit ihrer Übersetzungskunst dafür, dass der Leser glaubt, diese Wortgewalt aus erster Hand erfahren zu haben. Die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden stimmte dafür, Irene Bonhorst für die Übersetzung von Iain Banks’ Roman »Die Spur der toten Sonne« den Kurd Laßwitz Preis des Jahres 1997 zu verleihen. |
